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my hopeless dream

Ich wollte frei sein, frei wie ein Vogel. Meine Schwingen ausbreiten und davon fliegen, in eine bessere Welt, in eine frei von Schmerz. Frei von diesen Fesseln. Ich dachte ich könnte es, eines Tages. Das ich nicht ewig hier sein müsste, nicht ewig zu kreuze kriechen.

Mit jeder Sekunde die verstreicht, Stirbt ein weiterer Teil von mir. Stück für Stück, Stück für Stück, Stück für Stück ... Ich seh das Leben an mir vorbei ziehen, gar so als sei ich einfach stehen geblieben. Als sei der Zug ohne mich weiter gefahren. Als hätte ich meine Chance verpasst. Meine Augen füllen sich mit Tränen, aber ich weiß nicht einmal mehr wieso. Sie rinnen leise meine Wange hinab, tropfen auf meinen Pullover und Sterben genau wie meine Träume.

Ich hatte Ziele, ich hatte Wünsche, Träume ... vor allem aber hatte ich Freunde. Und jetzt schau ich zum Fenster hinaus, in die endlosen Sterne und frage mich, wo sie sind. Meine Ziele, meine Wünsche, meine Träume .. meine Freunde ... Wir wollten immer zusammen bleiben. Jedes Hindernis überstehen. Die Zukunft gemeinsam antreten. Wir wollten dieses Leben gemeinsam schaffen. 

Und wieder schiebt sich eine graue Wolke vor den sonst so sternenklaren Himmel, nimmt mir die Sicht auf die Sterne und holt mich zurück in die Realität.

Du bist mein Engel. Ich habe Angst dich gehen zu lassen, weil ich Angst habe du fliegst dann davon. Ohne mich.

Ja, dass waren einst seine Worte. Doch hat er nie daran gedacht, dass ich niemals ohne ihn weg gehen würde. Und so war es nicht ich, die davon flog, sondern er.

Mein Angel

Doch auch die anderen sind gegangen. Nicht nur er.

Von allen Dingen, die ich mir behalten habe, ist meine Zuneigung zu dir am größten.

Waren einst seine Worte, doch auch diese Zuneigung schien ein Ende zu haben. Wie alles andere, ist auch diese Freundschaft zerbrochen. Wir haben es nicht geschafft und ich hab es nicht geschafft über meinen Schatten zu springen.

Wir sind eben Freunde, so ist das nun mal. Freunde sind immer für einander da, gewöhn dich dran.

Immer ... ist ein sehr vergängliches Wort. Den auch trotz dieser Worte, ist er gegangen.

Eine Lüge, mein ganzes Leben ist eine einzige Lüge. Meine Familie wollte mich nicht haben und lässt es mich mit jedem Tag den ich Lebe spüren. Was mir bleibt ist die Flucht in meine Träume. Doch auch dort finde ich nicht wonach ich suche. Statt Frieden finde ich dort nur Leid und Hass, Schmerz und Verrat.

My life is a hopeless dream ... My dream is a hopeless Life

13.11.09 22:21


Angst

Wenn mich heute jemand fragen würde, wovor ich Angst habe, so würde ich nicht Antworten.

Nicht weil ich es nicht wüsste, sondern aus Angst davor es laut zu sagen. Aus Angst, diese Angst damit greifbar zu machen. Zu etwas realem zu machen.

Aus angst vor den Konsequenzen meiner Worte.

So oft dacht ich daran, wie schön es wär zu Sterben und alles hinter sich zu lassen.

Doch jetzt, da dieser Tag so greifbar nah mir wirkt, fühl ich nicht mehr als bloße Angst.

Ist es das, was ein Mensch fühlt in seinen letzten Atemzügen? Die pure unmenschliche Angst vor dem Sterben?

Ich will den Wind wieder auf meiner Haut fühlen könn, möcht die Vögel weiter singen hören. Möcht noch so oft, nicht nur einmal noch, den Schnee auf meiner Haut fühlen. Den Geruch von nassen Gras riechen und die frische Luft schmecken, wenn sie meine Lungen ausfüllt.

Ich möcht in 30 Jahren diesen Eintrag hier finden und darüber Lachen wie töricht ich war zu Glauben das mein Leben so früh würd enden.

Wir haben heute den 19.Juli. 2009. In 30-Jahren würden wir den 19-Juli-2039 schreiben und ich wäre 51 Jahre alt.

Ich möchte so gerne meine Kinder, wenn ich durch Glück doch mal welche habe, aufwachsen sehen so wie alle Eltern.

Ich möchte die schweren Zeiten mit ihnen teilen, die Streitereien und die Tage an denen wir eine Familie sind.

Doch trotzdem ist da diese unumgängliche Angst die mir sagt, das es soweit nie kommen wird.

Das es früher vorbei sein wird, als es mir lieb ist.

Und so das so sein sollte, Gott bewahre, und jemand dieses hier findet. So sei dir gewiss, ich wollte nicht Sterben. 

Mein Leben mag sich von einem 'normalen' weit unterscheiden. Doch nichtsdestotrotz ist es mein Leben und jedes Leben ist es Wert das man es lebt. Solange man Hoffnung hat.

Und ich hoffe darauf, bete inständigst darum, dass mein Gefühl mich trügen möge und diese Zeilen nicht meine letzten sind.

Auf das noch viele Jahre folgen mögen und seien sie auch nur eine Talfahrt.

Ich liebe meine Brüder, meine Mutter und auch meinen Vater kann ich nicht Hassen. Ich liebe meine Haustiere und meine Freunde und bin so dankbar, sie zu haben.

Und ich liebe ihn, Fido, mehr als tausend Worte und so sehr ich mir wünsche wieder bei ihm sein zu können, so ist es doch noch zu früh.

Ich will mein Leben noch nicht verlieren. Er soll stolz auf mich sein können, wenn wir uns wiedersehen.

Mein Herz gehört ihm, hat es immer schon und wenn meine Zeit dann kommt, kann ich nur hoffen das ich dann zu ihm komme.

Auf das uns die Ewigkeit verbinde, wenn uns ein Leben nicht vergönnt war.

Ich bin dankbar für die Zeit die wir hatten, doch in meinen Erinnerungen wirkt sie wie ein Wimpernschlag. Viel zu kurz. Und so mehr Zeit verrinnt, so schwächer werden die Erinnerungen und ich zweifle manchmal an ihrer Echtheit.

Doch genug der Worte, die Nacht wird zeigen ob mir eine Zukunft vergönnt ist oder nicht.

Mir bleibt nur mehr das Hoffen und die Angst!

19.7.09 18:38


kartenspiel

Ich find es irgendwie witzig, nein witzig wäre das falsche Wort. Ich finde es erstaunlich, wie sehr unser Leben einem Kartenspiel gleicht. Ein falscher Zug und das ganze Spiel ist beendet, eine falsche Entscheidung und das Leben ist vorbei. Wenn man Glück hat (wobei ich mich nicht darauf fest legen will, das es sowas wie Glück überhaupt gibt) so kann man es noch einmal herum reißen, wenn man allerdings Pech hat (muss man an Glück glauben um an Pech glauben zu können?) schafft man es nicht mehr. Dann waren alle Bemühungen umsonst. Wegen diesem einen falschen Zug, wegen dieser einen falschen Entscheidung.

Neue Hoffnung durchströmt mein tot gelaubtes Herz, wo ich doch dachte nie mehr Hoffen zu können. Wo ich doch dachte nie mehr Lieben zu können. Wo ich doch dachte, es sei zu Ende... Die Karten sind noch nicht gelegt, noch ist es nicht zu Spät den richtigen zug zu machen. No Risk ... No Fun wäre das falsche Ende, eher ... wer nicht riskiert, der nicht Gewinnt.

Ich bin bereit dieses Wagnis einzugehen, mich ein letztes mal fallen zu lassen in der Hoffnung aufgefangen zu werden. Dieses eine mal, dieses letzte mal. Liebe ist etwas das einen Menschen zu ungeahnten Dingen antreiben kann und ihn gleichsam das Genick brechen kann. Ein Freund sagte einst zu mir, ich zitiere wörtlich:

Ich habe gedacht, ich wüsste, wie Liebeskummer geht: Halte durch, es geht vorbei. Aber diesmal nicht. Du denkst, Du wirst niemals wieder glücklich sein und lachen. Du denkst, Dein Leben ist zu Ende. Du wünschst, Dein Leben ist zu Ende und mit ihm die Schmerzen. Du glaubst, dass Du nie wieder jemanden dein Herz schenken wirst, weil: Kaputte Sachen verschenkt man nicht. Jeder Sonnenstrahl verhöhnt Dich, und jeder Regentropfen ist schmerzhaftes Mitleid aus dem Himmel. Nichts tut so unendlich weh wie die Liebe, wenn sie verloren geht.

Und er hatte mit seinen Worten so recht, nichts tut so weh wie die Liebe zu Verlieren die man so lange gesucht hat. Mein Herz ist zerbrochen, in tausend Scherben. Kaputt. Es ist Wahr, das niemand ein kaputten Gegenstand haben will. Und ich würde es auch keinem zu Muten mich zusammen flicken zu wollen. Manchmal sind Dinge einfach so kaputt, das man sie nicht mehr reparieren kann. Aber ich weis nicht ob das auch auf mich zutrifft.

Deswegen will ich es noch einmal versuchen, mit ihm, irgendwann. Wenn die Zeit uns zusammen führt. Ich lass mich fallen, noch ein letztes mal und hoffe das er am Abgrund steht und mich auffangen wird. Wenn nicht, wird es der letzte Fall sein den ich erleben werde. Mein Leben wird nicht Enden, aber mein Herz für ewig aufhören zu Schlagen. Es trägt so viele Narben, so viele Wunden aus vergangenen taten. Aus vergangenen Lieben. Aus vergangenem Verrat.

Ja, mein Leben unterscheidet sich Stark von dem anderer Menschen, weil ich sehr früh lernen musste das das Leben sowohl Himmel als auch Hölle ist. Aber ich hab mich hoch gekämpft, aus der Finsternis. Ich bin zurück, wieder auf den Beinen, mit neuer Kraft und neuem Mut. Neuer Hoffnung. Wenngleich ich nicht sagen kann, wie lange sie wehren wird. Wenngleich es meine letzte Chance sein könnte.

Mein Kartenspiel neigt sich dem Ende, noch wenige Züge und es wird sich zeigen ob ich das Spiel gewonnen oder Verloren habe. Ob es am Ende heißt 'Glückwunsch' oder 'game over'.  Das Leben ist ein Kartenspiel, man sollte vorsichtig mit seinen Zügen sein. Man weiß nie, wann es der letzte sein wird..

27.6.09 22:45


Qualen

Meine Augen füllen sich mit ungeweinten Tränen, meine Seele sich mit unausgesprochenen Fragen. Mein Herz sich mit unaussprechlichem Schmerz und mein Geist sich mit unfassbarem Hass.

Ich sehe Bilder die ich nicht sehen will, höre Stimmen die ich nicht hören will, fühle Gefühle die ich nicht fühlen will, spüre Berührungen die ich nie mehr spüren wollte. Ich stelle mir Fragen, die ich mir nicht stellen will und suche nach Antworten die ich nicht zu suchen bereit bin.

Ich sehe sie, höre sie, fühle sie, spüre sie und kann mich all dem nicht entziehen. Diese Erinnerungen in mir, rauben mir die letzte verbleibende Kraft und ich will nur noch raus und fort von hier. All das hinter mir lassen, meine Vergangenheit, meine Alpträume, meine Ängste, meinen Hass. Ich will nicht mehr die Augen schließen und sein Gesicht vor mir sehen, nicht mehr die Stille ertragen und dann seine Worte hören, nicht mehr auf mein Herz hören und diese Gefühle ertragen und nicht mehr seine Hände auf mir spüren.

Es soll aufhören, der Alptraum soll nur endlich ein Ende haben, damit ich frei sein kann um meine Flügel auszubreiten. Diese schier endlosen Qualen, denen ich mich freiwillig auszusetzen scheine, nehmen kein Ende. Sie foltern mich, brechen mich und berauben mich meinem Glauben.

Ich schließ die Augen und habe das Gefühl, das alles um mich herum nicht Echt sei. Das alles nur Teil meiner Fantasie sei, das ich aufwachen müsste und an einem anderen Ort wäre. Ungewiss ist nur, ob der Ort besser oder schlimmer ist. Wer weis ob ich mich nicht deswegen in diese surreale Welt geflüchtet habe, weil mein wahres Dasein noch viel schlimmer ist als dieses hier.

Meine Worte sind der pure Wahnsinn und ich merke wie ich ihm immer mehr verfalle, aus Angst mich der Wahrheit zu stellen. Aber was, wenn ich recht habe und diese Welt ist nicht die Meine? Wenn ich mir diese nur selbst aufgebaut habe.. Aber warum sollte ich mich dann in meiner eigenen Welt quälen? Damit sie real erscheint? Vermutlich ist es reines Wunschdenken zu hoffen, das diese Welt nicht real sei. Es ist reines Wunschdenken zu glauben, das es eine bessere Welt geben könnte oder eine schlimmere, vor der ich in diese geflüchtet bin.

Ich hasse es, diese Bilder zu sehen, ich hasse es diese Erinnerungen zu haben und ich hasse es, das es passiert ist. Aber was war, kann ich nicht mehr ändern und mir schein für die Zukunft die Hände gebunden. 

In meinem inneren herrscht das reinste Chaos und ich weis nicht ob das gut, oder schlecht ist. Fragen, Erinnerungen, Gefühle .. alles ist durcheinander und ich weis nicht wie ich es wieder Ordnen kann. Mein Kopf fühlt sich so voll und gleichsam leer an und ich bin so Müde, das mein Unterbewusstsein nicht einmal zum Schlafen kommt. Es verweigert mir die Ruhe.

Und so wandere ich Ziellos und von Angst getrieben weiter, auf der Suche nach dem Sinn, auf der Suche nach der möglichkeit meine Vergangenheit zu Vergessen.

24.6.09 15:00


Hoffnung

Gleichbedeutend mit hoffnungslos? Kann man Hoffnung fühlen, sehen, spüren oder gar hören? Woher weis man, das man die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat? Weil man weiter um etwas Kämpft und nicht aufgibt? Und wenn man gar nicht für sich selbst Kämpft, sondern weil man muss ... ? Ist es dann Hoffnung, oder einfach nur Hoffnungslos? Keine Perspektive mehr, keine Zukunft mehr zu sehen, ist das Hoffnungslos?

Spricht man nicht auch oft von der hoffnungslosen Romantikerin? Meine Freunde sagen oft, ich sei eine und würde in meiner ganz eigenen Welt leben. In meinem eigenen Paradies. Wundern würde es mich nicht, aber ich hab die Hoffnung aufgegeben das ich dieses Paradies auch mal erleben werde. So bleibt mir nur davon zu Träumen. Ich weis nicht was ich machen will, mit meinem Leben. Wohin ich einmal will, was ich mal aus mir machen möchte. Ich hab mir Kinder gewünscht, ich dachte mit 30 sei es das ideale Alter um welche zu kriegen, mit dem richtigen Partner versteht sich.

Jetzt scheint selbst dieser Wunsch in weite ferne gerückt zu sein. Erinnerungen suchen mich heim und zeigen mir eine Vergangenheit, wie ich sie nie erleben wollte. Bilder an die ich nie mehr Denken wollte. Worte die ich nie mehr hören wollte und Menschen die ich nie mehr sehen wollte. So viele waren damals teil meines Lebens und wer ist mir heute geblieben von ihnen? Niemand mehr.

Meine Freunde, die ich noch habe, Wohnen alle soweit von mir entfernt. Manchmal fange ich sogar an daran zu Zweifeln, das es sie wirklich gibt. Das sie nicht einfach teil meiner Fantasie sind, nur damit ich nicht immer alleine bin. Ich kann sie nicht sehen, aber in meinem Herzen spüre ich sie ganz nah bei mir. Das gibt mir Kraft, weiter zu gehen und nicht stehen zu bleiben.

Doch wenn ich dann wieder Schlafen gehe und den Tag Revue passieren lasse, spüre ich wieder diese kälte die ihre Fänge nach mir ausbreitet. Dann fühle ich wieder diese grenzenlose Leere in mir und den Schmerz in meiner Brust, der mich Zittern lässt. Fragend wälze ich mich von einer Seite auf die andere und denke immer zu daran, das ich dieses Leid beenden will. Quäle ich mich selbst?

Ein Blick auf meinen Arm und meine Narben verrät mir, das ich schon zuweit gegangen bin um jetzt noch umzukehren. Es gibt keinen Ort an den ich zurück gehen könnte, es gibt aber auch keinen an den ich jetzt gehen kann.

Jahrelang hoffte ich darauf, es würde besser werden und ich würde es schaffen. Alleine. Ich hab mir eingeredet, das ich niemanden bräuchte und ich alleine besser dran sei. So könnte mich niemand mehr Verletzen, so wäre niemand da den ich enttäuschen könnte. Und jetzt hab ich wieder Freunde, Freunde die ich an mich ran gelassen habe und der Teufelskreis geht von vorne los. Immer wieder enttäusche ich sie, falle zurück in meinen alten Trott.

In den Momenten bin ich froh sie nicht zu sehen, ihre Enttäuschung nicht in den Augen sehen zu müssen. Aber ich seh sie in meinen Augen, ich seh die Wut und den Hass den ich mir selbst entgegen bringe. Und ich seh das Unverständnis in den Augen von Nico. Was sieht er wenn er mich ansieht, was kann er in meinen Augen sehen und von meinen Worten hören?

Versteht er was ich ihm sage? Manchmal verstehe ich es ja selbst nicht mal. Meine Gedanken überkreuzen sich, überschlagen sich und werfen mich nieder und dann ist niemand da der mir die Hand reicht um mir beim aufstehen zu helfen.

Einzelgängerin

So nenn mich alle. Sie sagen, das ich nicht bereit bin mir Helfen zu lassen und das mir mein Stolz im wege stünde. Und dann Lache ich, Lache wie ein Gefangener kurz vor seiner Hinrichtung. Mein Stolz steht mir im Weg? Welcher Stolz denn? Ich hasse mich selbst, erniedrige mich selbst und bin davon überzeugt selbst nicht mehr Wert zu sein als der Müll den die Arbeiter abholen. Ich glaube nicht, das ich soetwas wie Stolz besitze. 

Ich nenne es eher Dummheit, weil ich denke das ich es alleine schaffen muss um anderen nicht zur Last zu fallen. Um anderen nicht im weg zu sein. Um andere nicht unnötig zu beunruhigen und sie von wichtigerem abzuhalten. Ich denke immer das es sie Nervt, wenn ich mich ausweine und kriege das Gefühl als täte ich nichts anderes mehr als zu Jammern. 

Und dann erinnere ich mich an das Gespräch das ich mit Nico führte, als ich zum Spaß sagte: "Wenn man für Dummheit eine Haftstrafe bekäme, würde ich Lebenslang bekommen." und er sieht mich an und erwidert nur kalt "Da muss ich dir Recht geben."

Treffer und Versenkt, würde ich mal sagen. Aber vielleicht stimmt es ja auch. Vielleicht bin ich wirklich Dumm. In meiner Familie bin ich der einzige, der den Hauptschulabschluss hat und diesen auch nur mit Müh und Not geschafft hat. Und wenn ich Abends den Diskussionen meiner Familie lausche, wünsche ich mir mit Reden zu können und hab doch keine Ahnung davon. 

Die einzigen Themen die ich kenne, Interessieren niemanden und sind meist auch nur fiktiv. Also redet mit mir keiner darüber und ich versuche sie mit mir selbst auszumachen. Selbstgespräche würden das einige nennen. Andere sagen dazu einfach nur 'laut Denken.' Trotzdem fehlt es mir, mit jemanden darüber Reden zu können. Jemanden zu haben, der meine Interessen teilt und sich gerne mit mir darüber unterhält.

Wenn ich Abends vor die Tür gehe und die Nacht ihr Licht über die Welt wirft, während die Sterne wie Diamanten funkeln, wünsche ich mir immer jemanden der diesen Anblick mit mir teilt. Unter dem Himmel fühl ich mich so winzig, noch unbedeutender als so schon und trotzdem fühl ich mich mit ihm verbunden. Dann würde ich mich am liebsten auf den Boden legen und stundenlang zum Himmel hinauf sehen, die wüstesten Gedanken zusammen spinnen und diese mit jemandem ausdiskutieren. Doch dann fällt mein Blick neben mich und es ist niemand da, oder wenigstens niemand der diese Gedanken hören will.

Ich kann stundenlang zum Fenster hinaus sehen, auf hohe Berge und Wälder starren und mir einfach die Gegend betrachten ohne etwas sagen zu müssen. Ich fühl mich mit der Natur verbunden, aber irgendwie versteht das niemand so wirklich.

Irgendwie hab ich jetzt den Faden verloren ... Naja, reicht auch für Heute.

 

18.6.09 15:54


Freundschaft

Freundschaft sollte doch etwas schönes sein, etwas worüber man sich freut und das man nicht einfach so aufgibt. Denke ich, dachte ich. In letzter Zeit werde ich nur all zu oft vom Gegenteil überzeugt. Versprechen werden nicht eingehalten, von Menschen, von denen ich dachte, sie seien meine Freunde.

Überall Verrat, überall Intrigen und Lügen und überall spüre ich diesen Hass dem ich mich nicht entziehen kann. Ich habe mich lange nicht mehr so Einsam gefühlt wie in den letzten Tagen. Ich weis nicht woran es liegt, weis nicht wie ich es ändern kann. Wie ich dieses beklemmende  Gefühl in meiner Brust los werden kann, das mir die Luft zum Atmen nimmt.

Meine Freunde führen ihr eigenes Leben, während ich nicht weis wessen Leben ich hier eigentlich führe. Meines? Sicher nicht. Morgens wach ich auf und frage mich 'wozu?' Ich seh keinen Sinn mehr in dem was ich tue, keinen Sinn mehr darin aufzustehen und mich wieder alleine zu fühlen. Natürlich könnte man nun sagen 'du bist nicht alleine.' und vll mag das auch stimmen. Aber in meinem Herzen bin ich alleine, in meinem Verließ bin ich alleine.

Mein Blick wandert hin und her, auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage die ich mich nicht zu stellen wage. Tief in meinem inneren wispere ich sie leise vor mich hin, als würde ich sie so nicht hören müssen. Als wäre sie somit nicht real, unbedeutend.

Warum kann ich nicht gehen?

Stunden könnte ich damit zu bringen, einfach nur zu Weinen bis meine Augen keine Tränen mehr preis geben können. Aber ich wüsste nicht einmal mehr, worum ich noch Weinen sollte. Wofür. Alles wirkt so ... leer. Verlassen. Sehe ich in den Spiegel, habe ich das Gefühl als wären meine Augen Tot. Der Glanz den ich einst erkannte ist verblasst, weicht Stück für Stück der Dunkelheit. Sie frisst meine Seele auf, mein Herz. 

Die Narben schmerzen, ich würde sie mir so gerne abreisen oder heraus reisen. Aber das geht nicht. Niemand scheint diese Kälte zu spüren, oder das zerspringen meiner Seele zu hören. Oder wollen sie es vielleicht gar nicht? Vielleicht bin ich ihnen mittlerweile so egal geworden, das es sie nicht mehr kümmert was mit mir ist. Ich bin ja da, mehr brauchen sie nicht. Ich bin ja da, um Kummer und Sorgen los zu werden. Zu mehr tauge ich nicht mehr.

Selbst mein bester Freund, den ich seit 5 Jahren bald kenne, scheint es nicht mehr zu Interessieren ob ich Leide. Vielleicht bin ich auch einfach nur egoistisch und will, das sich alle um mich Kümmern. Hm .. nein, das will ich eigentlich gar nicht. Ich will nur das .. Was will ich eigentlich? Ich weis es nicht.

Ja, es gibt nur eins das ich weis, das ich an diesem Ort verweile, weil mir niemand sagen kann, das der Tod nicht noch schlimmer ist. Nicht das ich nicht gerne mit meinen Freunden Lache, nicht das ich nicht gerne bei ihnen bin, nicht das ich sie nicht Lieb hätte. Aber ich finde einfach keinen Platz auf dieser Welt für mich, fühl mich nirgends dazu gehörig. Überall schein ich falsch zu sein.

Wie lange wird das noch gut gehen, ehe ich keinen Sinn mehr darin sehe ein Leben zu 'spielen' das es nicht Wert ist? Wann werde ich die 'Lust' daran verlieren und damit aufhören?

Vielleicht schon Morgen, vielleicht erst in ein paar Monaten, vielleicht in einigen Jahren. Vielleicht auch Nie. Man wird sehen.


17.6.09 20:01


Mit einem mal ...

... war nichts mehr, wie's mal war. So oder so ähnlich könnte der Satz lauten, der mir heute durch den Kopf gehen müsste. Man kriegt mit einem mal den Boden unter den Füßen weg gerissen und hängt in der Luft, unschlüssig ob man sich fallen lassen oder nach etwas greifen soll.

Ich weis es selbst nicht, nach Heute hab ich das Gefühl nichts mehr zu wissen. Plötzlich fühl ich mich noch mehr Alleine, als sonst. Von allen im Stich gelassen. 'Es ist deine Entscheidung.' sagen sie nur und wenden sich damit von mir ab. Ja, meine Entscheidung. Aber was, wenn ich nicht bereit bin sie alleine zu treffen? 

Ich meine, ich weis das der Mann recht hat mit dem was er sagt und an und für sich, klingt es auch plausibel. Aber ich hab Angst. Ich weis nicht direkt, ob ich Angst habe davor das es besser wird, oder Angst habe davor was passieren wird, wenn nicht.

Irgendwie Falle ich, Falle immer weiter, ohne den Boden unter mir zu finden der meinen Fall beendet. Innerlich Schreie ich aus leibeskräften, schreie alles heraus was mich bekümmert und weis doch das die Schreie niemand hört. Will ich das denn?

Meine Schultern zucken knapp und meine Augen füllen sich mit Tränen, als mir klar wird, das ich die Einsamkeit selbst suche. Sie wird mir nicht aufgezwungen, ich ziehe mich vielmehr dorthin zurück.

Was werden die Leute sagen, wenn sie meine Narben sehen und was wird mein Vater sagen, wenn ich ihm davon erzähle? Er wird es nicht Verstehen, niemand versteht es. Keiner. Und trotzdem ist da dieses fünkchen tief in meinem inneren, das davon spricht das alles gut werden wird.

Hab Vertrauen

Ruft die Stimme mir zu und ich kann nicht anders, als mein Gesicht in den Händen zu vergraben und zu Weinen. Worauf soll ich denn Vertrauen? 

Ich hoffe so sehr, das der Arzt recht behalten wird und es mir Helfen wird, wenn ich dorthin gehe. Aber werde ich das aushalten, von meiner Familie getrennt zu sein? Von meinen Haustieren und von meinen Freunden? Schon allein der Gedanke weckt neue Tränen in meinen Augen. Ich will sie nicht alleine lassen, sie brauchen mich genauso wie ich sie brauche. Auch wenn ich meistens glaube, das ich sie mehr brauche.

Ich such nach der Antwort in meinem Herzen, die Antwort darauf was ich nun tun soll. Meine Mutter ist dafür, mein Bruder auch und wie erklär ich es meinem Vater? Was sag ich meiner Oma? Und da ruft die Stimme wieder in meinem inneren.

Hör auf dir um andere Sorgen zu machen und denk mal an dich! Es geht dabei um dein Leben, nicht um Ihres!

Ich nicke Stumm und blinzle die letzten Tränen aus meinen Augen, ehe ich mich wieder anderen Dingen zuwende um mich abzulenken. 4 Wochen hab ich noch Zeit, um eine Antwort zu finden. Wird die Zeit reichen?

16.6.09 18:30


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